Auslaufmodel „Lizenzmanager“ ? 


Braucht ein Unternehmen in 3-7 Jahren noch einen Lizenzmanager? Für die Rolle eines klassischen Lizenzverwalters, deutet alles auf ein klares NEIN hin!

Wie auch viele andere IT Spezialisierungen, ist der Titel des Lizenzmanagers von der IT Transformation stark betroffen. 

Bisher typische Aufgaben wie das „zählen-messen-wiegen“ von Soft- und Hardware, wird sich in Zukunft drastisch reduzieren. Aufzeichnung und Kontrolle der Nutzung wird überwiegend automatisiert auf der Anbieterseite ablaufen, Compliance Risiken durch evtl. unzureichende Nutzungsrechte werden in naher Zukunft fast gänzlich ausgeschlossen sein. 

Die Komplexität und der Verwaltungsaufwand wird auf den ersten Blick also stark reduziert, die Rolle des Lizenzmanagers nicht mehr ausgelastet, und somit wirtschaftlich nicht mehr tragbar sein. 

Allerdings entstehen in der modernen IT ganz NEUE Komplexität, die bisher nicht existent waren. Hier besteht für die Lizenzverantwortlichen eine große Chance, sich im Unternehmen zu etablieren und einen weitaus größeren Wertbeitrag zum Unternehmenserfolg beizutragen wie bisher.

Eine Herausforderung beim Umstieg werden dabei sicher die Faktoren „Zeit“ und „Ressourcen“ darstellen. Die Unternehmen migrieren Ihre Anwendungen Schrittweise, und nur zum strategisch sinnvollen Zeitpunkt. Für die nächsten X Jahre gilt es daher ein Mix aus beiden Welten (Service/Public – Software/Private) zu verwalten. 

Wann bleibt Zeit sich in die neuen Themen einzuarbeiten und erforderliches Know-how aufzubauen? Besonders in kleineren Unternehmen, welche nur eine Person für Lizenzmanagement-Aufgaben abstellen können, entsteht hier ein mögliches  Vakuum. 

Tipp1: Beobachten Sie den Markt innerhalb der Software Branche. Besonders die Entwicklung der Top5 Software Hersteller lassen gut erkennen wohin sich der Markt bewegt. 

Tipp2: Machen Sie sich mit den Cloud & Lizenzierungsoptionen Ihrer wichtigsten 3 Softwarehersteller vertraut. Überdenken Sie bei der Beschaffung neuer Software Ihre Einkaufsstrategie, zb. welche Lizenzformen Sie kaufen oder wie flexibel die Verträge gestaltet werden sollten. 

Tipp3: Suchen Sie den Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten oder  Beratern.

Tipp4: Stellen Sie sicher das Sie in internen Gremien zur „Transformation/Digitalisierung“ eingebunden werden. Sie können mit Ihrem Wissen über die Softwarenutzung, Verträge und Lizenzierung wertvolle Beiträge zu dem Thema liefern! 

Viel Erfolg!

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